Kurz gesagt: Zur Website-Wartung gehören regelmäßige Updates, tägliche Backups, gepflegte Sicherheitseinstellungen und ein Blick darauf, ob die Website erreichbar ist und das Kontaktformular funktioniert. Für eine typische kleine Website sind das ein bis zwei Stunden im Monat – wenn man weiß, was zu tun ist.

Eine Website ist kein Flyer, den man einmal druckt und dann vergisst. Sie läuft auf Software, die ständig weiterentwickelt wird, und genau das macht sie angreifbar, wenn sich niemand darum kümmert. Dieser Artikel zeigt dir, was zur Wartung wirklich dazugehört, wie oft was fällig ist und woran du merkst, ob du es selbst machen oder lieber abgeben solltest. Als Beispiel dient WordPress, weil fast jede zweite Website damit läuft. Die Grundsätze gelten aber für jedes System.


01 Warum Wartung kein Luxus ist

Die meisten Angriffe auf kleine Websites sind nicht persönlich. Niemand hat es auf deinen Betrieb abgesehen. Automatische Programme durchsuchen das Netz rund um die Uhr nach Websites mit bekannten Sicherheitslücken – und finden sie vor allem dort, wo lange niemand ein Update eingespielt hat.

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neue Sicherheitslücken wurden 2025 im WordPress-Umfeld gefunden – 42 % mehr als im Jahr davor. 91 % davon steckten in Plugins, nur sechs im WordPress-Kern selbst.
Patchstack, State of WordPress Security 2026

Das Problem ist also selten WordPress selbst, sondern die Erweiterungen, die auf fast jeder Website stecken: Formulare, Slider, Cookie-Banner, Page-Builder. Und das Tempo ist hoch.

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Rund die Hälfte der schweren Lücken wurde innerhalb eines Tages ausgenutzt, nachdem sie bekannt wurde. Bei fast der Hälfte aller Lücken gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch kein Update vom Entwickler.
Patchstack, State of WordPress Security 2026
Was das für dich heißt
Ein Update „irgendwann demnächst“ reicht nicht. Entscheidend ist, dass Updates regelmäßig eingespielt werden und dass im Ernstfall eine aktuelle Sicherung bereitliegt.

02 Updates: was, wie oft und in welcher Reihenfolge

Bei WordPress gibt es drei Ebenen, die aktuell gehalten werden müssen: den Kern (WordPress selbst), das Theme (das Design) und die Plugins (die Erweiterungen). Dazu kommt die PHP-Version auf dem Server, um die sich viele gar nicht kümmern, bis der Hoster eine Warnung schickt.

So spielst du Updates sicher ein

  • Erst sichern: Vor jedem Update ein vollständiges Backup erstellen.
  • Einzeln statt alles auf einmal: Geht danach etwas kaputt, weißt du, welches Update schuld war.
  • Danach testen: Startseite, eine Unterseite, das Kontaktformular – bei Shops auch Warenkorb und Bestellung.
  • Unbenutzte Plugins und Themes löschen: Was deaktiviert herumliegt, kann trotzdem eine Lücke sein.
Was hilft
Automatische Updates für kleine Sicherheits-Updates des Kerns sind sinnvoll. Bei Plugins und vor allem bei Onlineshops solltest du große Updates lieber kontrolliert einspielen und danach kurz prüfen, ob alles läuft.

03 Backups: täglich, extern und getestet

Ein Backup ist deine Versicherung gegen alles: einen Angriff, ein missglücktes Update, einen versehentlich gelöschten Text. Damit es im Ernstfall wirklich hilft, muss es drei Bedingungen erfüllen.

  • Regelmäßig: Täglich, damit du im schlimmsten Fall höchstens einen Tag verlierst.
  • Getrennt gespeichert: Nicht nur auf demselben Server wie die Website. Fällt der aus oder wird er kompromittiert, ist sonst auch das Backup weg.
  • Getestet: Ein Backup, das sich nicht wiederherstellen lässt, ist keins.
Häufiger Irrtum
„Mein Hoster macht doch Backups.“ Oft stimmt das – aber viele Hoster sichern nur wenige Tage zurück, und die Wiederherstellung ist nicht immer einfach oder kostenlos. Prüf einmal nach, wie es bei dir geregelt ist, bevor du dich darauf verlässt.

04 Sicherheit: die Basics, die fast immer fehlen

Die meisten Sicherheitsprobleme entstehen nicht durch raffinierte Angriffe, sondern durch offene Türen, die niemand bemerkt hat.

  • Zugänge aufräumen: Alte Benutzerkonten von Agenturen, Praktikanten oder Bekannten löschen.
  • Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Anmeldung für alle Administratoren.
  • Aktuelle PHP-Version beim Hoster einstellen – alte Versionen bekommen keine Sicherheitsupdates mehr.
  • SSL-Zertifikat prüfen: Die Website muss über https erreichbar sein, ohne Warnung im Browser.
Was hilft
Schau dir einmal die Liste der Benutzer in deinem Backend an. Wenn dort Namen stehen, die du nicht zuordnen kannst oder die seit Jahren nicht mehr mit dir arbeiten: löschen.

05 Überwachung: merken, bevor es Kunden merken

Die unangenehmsten Ausfälle sind die, die niemand bemerkt. Eine Website, die nicht lädt, fällt meist schnell auf. Ein Kontaktformular, das Nachrichten nicht mehr verschickt, kann dagegen wochenlang unbemerkt Anfragen verschlucken.

  • Erreichbarkeit überwachen: Ein Monitoring-Dienst meldet sich, wenn die Website nicht antwortet.
  • Kontaktformular testen: Einmal im Monat selbst eine Testanfrage schicken.
  • Domain und Zertifikat im Blick: Läuft die Domain aus oder verlängert sich das Zertifikat nicht, ist die Website plötzlich weg.

06 Inhalte: die Wartung, an die keiner denkt

Technik ist nur die eine Hälfte. Genauso wichtig ist, dass stimmt, was auf der Website steht: Öffnungszeiten, Preise, Leistungen, Ansprechpartner, Impressum und Datenschutzerklärung. Veraltete Inhalte kosten selten Sicherheit, aber oft Vertrauen – und damit Anfragen.

Was hilft
Lies deine wichtigsten Seiten einmal im Quartal so, als wärst du ein neuer Kunde. Alles, was dich stutzen lässt, gehört auf die To-do-Liste.

07 Die Checkliste zum Abhaken

So verteilt sich die Wartung über das Jahr. Die Häufigkeiten sind Richtwerte für eine typische kleine Website ohne Shop.

Laufend

  • Tägliches Backup
  • Erreichbarkeit überwachen
  • Sicherheits-Updates zeitnah

Monatlich

  • Plugins und Theme aktualisieren
  • Website danach testen
  • Kontaktformular prüfen
  • Unbenutzte Plugins löschen

Vierteljährlich

  • Backup-Wiederherstellung testen
  • Benutzer und Passwörter prüfen
  • PHP-Version prüfen
  • Inhalte gegenlesen

08 Selbst machen oder abgeben?

Technisch ist nichts davon Hexerei. Die Frage ist eher, ob du die ein bis zwei Stunden im Monat wirklich regelmäßig investierst – und ob du weißt, was zu tun ist, wenn nach einem Update etwas nicht mehr funktioniert.

Selbst machen passt, wenn du …

  • dich im Backend deiner Website sicher bewegst,
  • dir einen festen Termin im Monat dafür nimmst,
  • im Ernstfall ein Backup selbst zurückspielen kannst.

Abgeben lohnt sich, wenn …

  • Updates bei dir seit Monaten liegen bleiben,
  • über die Website Anfragen oder Bestellungen kommen, deren Ausfall dich Geld kostet,
  • du nicht weißt, wo deine Backups liegen.

Wenn du abgeben willst: In der Website-Betreuung übernehme ich genau diese Liste – Updates, tägliche Backups, Sicherheit und Überwachung – für WordPress-Websites und WooCommerce-Shops, zu einer festen Monatspauschale.

? Häufige Fragen zur Website-Wartung

Wie oft sollte eine Website gewartet werden?

Backups und Überwachung laufen idealerweise täglich und automatisch. Updates sollten mindestens einmal im Monat eingespielt werden, Sicherheits-Updates so schnell wie möglich.

Was passiert, wenn ich meine Website nicht warte?

Meist erst einmal nichts – bis eine Sicherheitslücke ausgenutzt wird, ein Plugin nicht mehr funktioniert oder das Kontaktformular unbemerkt ausfällt. Dann wird die Reparatur in der Regel deutlich aufwendiger als die regelmäßige Pflege gewesen wäre.

Was kostet Website-Wartung?

Das hängt von Größe, Technik und Umfang ab: ein reines Technik-Paket ist günstiger als eines, das auch Änderungen an Inhalten enthält. Seriöse Anbieter nennen dir vorher eine feste Monatspauschale statt nach Stunden abzurechnen.

In der Summe

  • Die meisten Lücken stecken in Plugins – regelmäßige Updates sind die wichtigste Maßnahme
  • Backups täglich, getrennt gespeichert und gelegentlich getestet
  • Alte Zugänge löschen, starke Passwörter, aktuelle PHP-Version
  • Erreichbarkeit überwachen und das Kontaktformular regelmäßig testen
  • Rund ein bis zwei Stunden im Monat – selbst oder abgegeben, aber regelmäßig

Keine Lust auf Updates und Backups?

Ich übernehme die Wartung deiner WordPress-Website – zur festen Monatspauschale, mit einem festen Ansprechpartner.

Zur Website-Betreuung →

Quellen

  1. Patchstack: State of WordPress Security in 2026 – patchstack.com
  2. W3Techs-Daten zur Verbreitung von WordPress, zusammengefasst bei Barn2: WordPress market share 2026 – barn2.com

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